Wie bist du zum ersten Mal auf NEURA Mobile Robots und die Produktmarke ek robotics aufmerksam geworden?
Simon Jenkins:
Meine berufliche Laufbahn ist eng mit der industriellen Automatisierung verbunden. Dadurch habe ich aus nächster Nähe erlebt, wie sich Robotik zu einem zentralen Bestandteil moderner Automatisierungslösungen entwickelt hat.
Im Laufe meiner bisherigen Tätigkeiten habe ich zahlreiche Branchen und Anwendungsfelder kennengelernt. Dabei bin ich immer wieder mit den Lösungen von ek robotics in Berührung gekommen – teilweise sogar als Wettbewerber bei Projekten. Zu dieser Zeit war ek robotics noch als eigenständiges Unternehmen am Markt bekannt.
Auf der automatica 2025 wurde ich erstmals auf NEURA aufmerksam. Mich haben die Innovationskraft und der klare Anspruch beeindruckt, eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter zu gestalten. Die Verbindung langjähriger Erfahrung mit den Technologien und der Innovationskraft von NEURA eröffnet aus meiner Sicht großes Potenzial.
Was hat dich überzeugt, die Position des Geschäftsführers bei NEURA Mobile Robots Ltd. zu übernehmen?
Simon Jenkins:
NEURA Mobile Robots verbindet jahrzehntelange Erfahrung in der mobilen Robotik mit dem Know-how von NEURA in den Bereichen kognitive Robotik, künstliche Intelligenz und Sensortechnologie. Die Produktmarke ek robotics steht dabei für bewährte mobile Robotiklösungen und zahlreiche erfolgreich realisierte Kundenprojekte.
Zusammen mit den umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre eröffnet diese Verbindung neue Möglichkeiten für AGVs und AMRs – weit über die klassischen Einsatzfelder in Logistik und Fertigung hinaus.
Die Chance, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und die Zukunft des Unternehmens mitzuprägen, finde ich ausgesprochen motivierend und spannend.
Welche Meilensteine und Erfahrungen in deiner Karriere haben dich am stärksten geprägt – insbesondere im Hinblick auf Führung und Unternehmenswachstum?
Simon Jenkins:
Viele werden mir zustimmen, dass die vergangenen Jahre äußerst herausfordernd waren und von COVID-19, anhaltenden Konflikten und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt wurden. Die Dynamik aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die gesetzten Ziele zu erreichen, war daher nicht immer einfach.
Um das Unternehmen zu schützen, mussten wichtige und oft schwierige Entscheidungen getroffen werden. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig Belastbarkeit, finanzielle Flexibilität und klare Führung sind.
Manchmal war es auch eine Herausforderung, die Moral und Motivation des Teams aufrechtzuerhalten. Die enge Zusammenarbeit mit Menschen auf allen Ebenen und in allen Abteilungen des Unternehmens hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass es bei erfolgreicher Unternehmensführung im Kern um Menschen geht: darum, sie zu verstehen, ihre Unterschiede zu schätzen und sie zu befähigen, sich weiterzuentwickeln und ihr Bestes zu geben.
Was sind deine Prioritäten für die ersten Monate in deiner neuen Position?
Simon Jenkins:
Die kürzlich erfolgte Übernahme und die Veränderungen im Führungsteam werfen verständlicherweise Fragen auf – sowohl bei unseren Kunden als auch bei den Mitgliedern unseres Teams.
Meine unmittelbare Priorität ist es, eng mit dem bestehenden Team zusammenzuarbeiten, die wichtigsten Herausforderungen zu verstehen und gemeinsam anzugehen. Gleichzeitig gilt es, die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und für Kontinuität zu sorgen.
Darüber hinaus möchte ich die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Teams stärken. Dabei geht es um eine gemeinsame Ausrichtung, gemeinsames Engagement und starke Partnerschaften, die letztlich dazu beitragen, das Vertrauen unserer Kunden zu sichern und weiter auszubauen.
Welche Rolle spielt der britische Markt innerhalb der Gesamtstrategie von NEURA Mobile Robots?
Simon Jenkins:
Der britische Markt ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtstrategie von NEURA Mobile Robots. Die unter der Produktmarke ek robotics angebotenen Lösungen verfügen hier bereits über eine starke Kundenbasis und zahlreiche langjährige Kundenbeziehungen.
Gleichzeitig entwickelt sich der Markt sehr dynamisch. Die Nachfrage nach AGV- und AMR-Lösungen wächst in immer mehr Branchen.
Wenn wir unsere lokale Marktkenntnis und Kundennähe mit den Innovationen von NEURA in den Bereichen kognitive Robotik, künstliche Intelligenz und Sensortechnologie verbinden, kann sich Großbritannien zu einem bedeutenden Wachstumsmarkt entwickeln und einen wichtigen Beitrag zur internationalen Entwicklung der Unternehmensgruppe leisten.
Wo siehst du derzeit die größten Chancen für mobile Transportrobotik mit AGVs und AMRs auf dem britischen Markt?
Simon Jenkins:
Mobile Robotik ist in der Intralogistik bereits fest etabliert, gewinnt jedoch auch in vielen weiteren Branchen zunehmend an Bedeutung.
Großes Potenzial sehe ich insbesondere in den Bereichen Life Sciences, Gesundheitswesen und Verteidigung. In diesen Märkten kann fortschrittliche Automatisierung einen wichtigen Beitrag leisten.
Mit dem richtigen Fachwissen, einem ausgeprägten Verständnis des lokalen Marktes und den Kompetenzen unseres Teams können wir Kunden dabei unterstützen, Technologien gezielt dort einzusetzen, wo sie Prozesse verbessern, die Widerstandsfähigkeit erhöhen und langfristig bessere Ergebnisse ermöglichen.
Wie möchtest du die Zusammenarbeit zwischen der britischen Niederlassung und den internationalen Teams von NEURA Mobile Robots gestalten?
Simon Jenkins:
Eine effektive Zusammenarbeit zwischen der britischen Organisation und den internationalen Teams von NEURA ist für unseren Erfolg von entscheidender Bedeutung.
Meine Priorität ist es, sicherzustellen, dass wir uns weiterhin eng an der übergeordneten Konzernstrategie ausrichten und gleichzeitig die Perspektiven des britischen Marktes, unserer Kunden und unseres Teams in diesen Dialog einbringen.
Aus meiner bisherigen Tätigkeit in einem globalen Unternehmen weiß ich den Wert klarer Kommunikation, gemeinsamer Ziele und starker grenzüberschreitender Beziehungen zu schätzen. Indem wir internationale Expertise mit lokalem Wissen und einer starken Umsetzung vor Ort verbinden, können wir nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden schaffen und das weitere Wachstum des Unternehmens unterstützen.
Was ist dir als Führungskraft besonders wichtig?
Simon Jenkins:
Ich halte es für unerlässlich, eng mit den Menschen auf allen Ebenen des Unternehmens zusammenzuarbeiten. Dabei nehme ich mir die Zeit, ihre Perspektiven zu verstehen, ihre Unterschiede wertzuschätzen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie sich weiterentwickeln und ihr Bestes geben können.
Außerdem bin ich davon überzeugt, dass konstruktive Auseinandersetzungen ein wichtiger Bestandteil guter Führung sind. Wir sollten offen dafür sein, Ideen kritisch zu hinterfragen – und ebenso bereit sein, uns selbst hinterfragen zu lassen.
Worauf freust du dich persönlich in deiner neuen Rolle am meisten?
Simon Jenkins:
Ich freue mich darauf, das nächste Kapitel von NEURA Mobile Robots in Großbritannien mitzugestalten und auf dem bereits geschaffenen starken Fundament aufzubauen.
Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, die langjährige Erfahrung und Marktpräsenz der Produktmarke ek robotics mit den Innovationen von NEURA zu verbinden und damit die Zukunft mobiler Roboteranwendungen aktiv mitzuprägen.
Mich motiviert die Chance, mit einem innovativen Team zusammenzuarbeiten, Kundenbeziehungen weiter zu stärken und nachhaltiges Wachstum für das Unternehmen zu schaffen.
Wie sorgst du für eine gesunde Balance in deinem Arbeitsalltag?
Simon Jenkins:
Gerade in einem schnelllebigen und anspruchsvollen Geschäftsumfeld ist eine gesunde Balance im Arbeitsalltag wichtig. Klare Prioritäten, Konzentration und eine effektive Kommunikation sind dabei entscheidend.
Ich glaube daran, hart zu arbeiten und engagiert zu bleiben. Gleichzeitig braucht es einen nachhaltigen Rhythmus, der es Menschen ermöglicht, langfristig konstant gute Leistungen zu erbringen.
Außerhalb der Arbeit nehme ich mir bewusst Zeit zum Durchatmen und Nachdenken. Das hilft mir, in meiner Rolle konzentriert, energiegeladen und wirksam zu bleiben – ganz nach dem Motto: „Work hard, play hard.“
Was sollten deine neuen Kolleginnen und Kollegen unbedingt über dich wissen?
Simon Jenkins:
Meine neuen Kolleginnen und Kollegen sollten wissen, dass ich Offenheit, Klarheit und Verantwortungsbewusstsein schätze.
Mir ist wichtig, ansprechbar zu sein und eng mit Menschen aus allen Bereichen des Unternehmens zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig behalte ich gemeinsame Prioritäten und konkrete Ergebnisse stets im Blick.
Ich bringe viel Energie, Engagement und einen pragmatischen Führungsansatz mit. Für mich beruht Erfolg auf Vertrauen, Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Willen, das Unternehmen voranzubringen.
Und vielleicht das Wichtigste zum Schluss: Ich mag Hunde.
Über NEURA Mobile Robots Limited
NEURA Mobile Robots Ltd. ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der in Deutschland ansässigen NEURA Mobile Robots GmbH. Am Standort Buckingham beschäftigt das Unternehmen neun Mitarbeitende und unterstützt Kunden in Großbritannien mit innovativen Lösungen für mobile Robotik und Automatisierung.
Die mobilen Robotiklösungen des Unternehmens werden unter der Produktmarke ek robotics angeboten.